Mathieu’s Weihnachten

Mathieu ist Halb-Franzose (Papa Österreicher, Mama Französin) und hat Weihnachten als Kind in Frankreich mit all seinen Cousins und Cousinen gefeiert und nun feiert er mit seinen Eltern in Österreich. Heute erzählt er uns wie groß der Unterschied zwischen Frankreich und Österreich sein kann.

Was gibt es zu essen? Immer dasselbe oder immer wieder anders?
Immer dasselbe aber immer anders belegt. Bei uns gibt es belegte Brötchen/Toasts. Im Prinzip nichts Festliches oder Aufregendes, jedoch freue ich mich jedes Jahr aufs Neue. Zur Auswahl gibt es u.a. Pâté de Canard, Rilletes, Kaviar, Cornichons, Lachs, Salami, Schinken, gekochte Eier und eine Auswahl an Käse. Dazu ein passender Wein. Als Nachspeise gibt es meistens eine „Bûche de Noël“.

Wie, wo und mit wem feierst du Weihnachten? Gibt es da ein Programm, bestimmte Traditionen?
Weihnachten wird eigentlich fast immer in unserem Wochenendhaus im Südburgenland gefeiert und das im kleinsten familiären Rahmen wie möglich, also nur mit meinen Eltern. Abgesehen von den alljährlichen „belegten Brötchen“, wird der Baum fertig geschmückt; gefühlt jedes zweite Jahr fahren wir in die Nachbarortschaft „Spitzzicken“, um durch das Dorf zu schlendern, das sehr stark an ein typisch amerikanisches Städtchen zur Weihnachtszeit erinnert, mit den maßlosen Weihnachtsbeleuchtungen. Nach dem Spaziergang findet ungefähr um 17 Uhr meistens die Bescherung statt, weil keiner es bis nach dem Essen aushalten kann. „Traditionell“ kauft uns mein Vater 3×20 Brief Lose – von denen ich dann den ganzen „Erlös“ bekomme. Danach wird gegessen und dann entweder was gespielt oder ferngeschaut.

Wie hast du das Weihnachten deiner Kindheit in Erinnerung? Welche Sinneseindrücke haben sich besonders eingeprägt?
Also in meiner Kindheit waren wir meistens bei meiner Familie in Frankreich, da läuft das etwas anders ab. Die Bescherung findet erst am 25. Dezember in der Früh statt. Am Abend vom 24. Dezember ist die ganze Familie zusammen und es gibt ein riesiges Festmahl, das sich über Stunden hin ziehen kann. Die Kinder können es ausnahmsweise kaum erwarten schlafen zu gehen, da die Bescherung umso näher rückt, bzw man nicht so lange warten muss. Einschlafen ist aber vor lauter Aufregung sehr schwierig. Früh aufstehen dafür ein Kinderspiel 😉 Wenn mich etwas geprägt hat dann das – das extrem frühe Aufstehen, im Wohnzimmer runterrennen und die ganzen Geschenke zu sehen, das Warten bis alle gesammelt im Wohnzimmer sind und das Öffnen der Geschenke. Und das Beste: Dann den ganzen Tag mit Spielen verbringen, da hat uns nichts aus dem Wohnzimmer gebracht.

Inwiefern unterscheidet sich dein Weihnachtsfest als Erwachsener von deinen Erinnerungen als Kind?
Sie unterscheiden sich, wie man oben lesen kann, ganz klar voneinander. Als Kind im großen familiären Rahmen, als Erwachsener im engeren Rahmen. Als Kind im Fokus das Spielen, als Erwachsener das Programm drum herum. Natürlich stehen die Geschenke auch im Mittelpunkt, diese sind aber praktischer und meist vorher abgesprochen.

 


Gerne kannst du mir deine Antworten auf die Fragen per Mail an sarahskochbuch@gmx.at schicken. Wenn du mir noch deinen Namen dazu schreibst, werde ich den Beitrag gerne in der Reihe veröffentlichen.

An Weihnachten verzichte ich so gut wie möglich auf mein Handy, aber da ich auf Instagram nie wirklich verzichten kann, poste ich unter dem Hashtag #sarahsweihnachten was gegessen und erlebt wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s