Mein Weihnachten

In 13 Tagen ist wieder Weihnachten und neben dem alljährlichen Geschenke kaufen und über Christkindlmärkte schlendern, freue ich mich riesig auf diesen schönen Tag. Weihnachten ist einer meiner liebsten Feiertage (nach meinem Geburtstag), weil einerseits niemand in unserer Familie arbeiten muss und andererseits weil die Zeit mit meiner Familie einfach so wahnsinnig kostbar ist und ich zu Weihnachten einen ganzen Tag nur mit meiner Familie verbringen kann.

In Gesprächen mit Freunden und Bekannten fällt mir auf, wie unterschiedlich in jedem Haushalt Weihnachten gefeiert wird und das finde ich so interessant, dass ich hier eine kleine Reihe an Weihnachtserzählungen starten möchte. Solche Beiträge gibt es in der Vorweihnachtszeit wahrscheinlich genug, aber da jeder Mensch und damit jede Familie anders ist, werden hier wahrscheinlich auch viele verschiedene Geschichten aufkommen. Den Anfang mache natürlich ich und interviewe mich (ausnahmsweise) selbst.

Was gibt es zu essen? Immer dasselbe oder immer wieder anders?
Bei uns wird im September, spätestens im Oktober, schon mal die Frage gestellt „Was wollt ihr denn zu Weihnachten essen?“ Meine vorausdenkende Mutter stellt die Frage und dann wird diskutiert! Kein Fisch, kein Tafelspitz, kein Braten,… Die bisherigen Highlights waren: Irgendein Schaumsüppchen mit Champagner und Apfelstückchen und ein Zimtparfait. Von beidem bin ich aber mittlerweile überfressen, weil es die Gerichte natürlich auch noch nach Weihnachten gab, weil sie so lecker waren. Fondue hatten wir, glaub ich, auch schon mal, aber als Hauptgericht gibt es meistens Fleisch. Das diesjährige Menü habe ich schon wieder vergessen…

Wie, wo und mit wem feierst du Weihnachten? Gibt es da ein Programm, bestimmte Traditionen?
Weihnachten feiere ich mit meiner engsten Familie. Eltern und Brudi sind auf jeden Fall dabei, meine Großeltern manchmal nicht und manchmal alle auf einmal. Früher haben wir mit der erweiterten Familie (Freund, Tanten, Onkel, Cousine,…) am 25. Dezember gefeiert, aber das hat auch langsam aufgehört. Ich fahre meistens schon am 23. Dezember zu meinen Eltern, um am 24. neben dem Christbaum aufzuwachen (ich hab bei meinen Eltern kein Bett mehr und schlafe am Sofa), den wir am Vorabend schon geschmückt haben oder zu Mittag schmücken werden. Zu Mittag gibt es meistens nur einen Salat oder eine Suppe und dann wird das Haus geputzt, mein Bruder packt seine Geschenke ein, wir legen alle unter den Baum und dann gehen wir manchmal spazieren.
Am Abend wird erstmal der Christbaum angesungen, die Weihnachtsgeschichte vorgelesen, gegessen und dann die Geschenke persönlich überreicht. Anschließend machen wir ein Feuer im Kamin, setzen uns zusammen und erzählen uns, für was wir im vergangenen Jahr dankbar waren.

Wie hast du das Weihnachten deiner Kindheit in Erinnerung? Welche Sinneseindrücke haben sich  besonders eingeprägt?
In meiner absolut wohlbehüteten Kindheit am Land ist das Christkind am Nachmittag/Abend (es war jedenfalls dunkel) vom 24. Dezember durch das Wohnzimmerfenster geflogen und hat meiner Mama beim Baumschmücken geholfen und die Geschenke da gelassen. Leider war es beim Wegfliegen immer etwas stürmisch und hat sich eine Haarlocke eingezwickt und zurückgelassen. Dann haben die Glocken in ihrem Haar geklingelt und mein Bruder und ich sind ins Wohnzimmer gestürzt, um noch einen letzten Blick zu erhaschen. Das haben wir nur leider nie geschafft. Nach dem eifrigen Auspacken der Geschenke gab es dann Abendessen und danach waren wir eh schon hundemüde. An ein besonderes Weihnachtsessen aus meiner Kindheit kann ich mich leider nicht erinnern, aber da meine Mama schon früh mit Duftölen und Räucherstäbchen experimentiert hat, verbinde ich Weihnachten mit dem Geruch nach Orange, Tannenzweigen und Weihrauch.

Inwiefern unterscheidet sich dein Weihnachtsfest als Erwachsene von deinen Erinnerungen als Kind?
Es ist viel besinnlicher und schöner geworden. Vor allem wenn ich daran zurückdenke, welche Mühen sich meine Eltern gegeben haben, um ein schönes, harmonisches Weihnachtsfest zu zaubern und uns Kinder glücklich zu machen – da kommen mir schon fast die Tränen. In der Weihnachtszeit bin ich sehr nahe am Wasser gebaut und wenn es an unsere Dankbarkeitsrunde am Heiligen Abend geht, fange ich meistens irgendwann zum Heulen an. Außerdem gebe ich mir immer mehr Mühe meine Liebsten auch glücklich zu machen und ihnen mit meinen Geschenken und meiner Zuwendung dieses wohliges Gefühl im Magen namens Liebe zu geben. Megakitschig, aber so ist mein Weihnachten im Lauf der Jahre eben geworden 🙂

 


 

Gerne kannst du mir deine Antworten auf die Fragen per Mail an sarahskochbuch@gmx.at schicken. Wenn du mir noch deinen Namen dazu schreibst, werde ich den Beitrag gerne in der Reihe veröffentlichen.
An Weihnachten verzichte ich so gut wie möglich auf mein Handy, aber da ich auf Instagram nie wirklich verzichten kann, poste ich unter dem Hashtag #sarahsweihnachten was gegessen und erlebt wird.

 

 

 

 

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