Das ultimative Curry und eine neue Herausforderung!

Meine treuen Facebook-Follower wissen schon Bescheid, aber natürlich kündige ich es hier auch an: Meine „Vegan“-Challenge!
Ich bin ein neugieriger Mensch und probiere gerne immer von allem etwas. Als Löwe im Sternzeichen und absoluter Fleischliebhaber habe ich mich nun auf eine neue Herausforderung eingelassen, ganz nach dem Motto „Ein Baum, der nicht wächst, stirbt“ (Papa’s Lebensmotto!).
Ab 1. Oktober werde ich mich ausschließlich vegan ernähren, um zu erfahren wie es sich anfühlt als „Allesesser“ von einem Tag auf den anderen auf alle tierische Produkte zu verzichten. Ich sage aber gleich vorweg, dass ich kein „Hardcore-Veganer“ sein werde, da ich Honig und Germ (Hefe) trotzdem essen werde. Darüber kann man jetzt diskutieren – will ich aber nicht 😉 Außerdem möchte ich das Experiment so natürlich wie möglich halten und verzichte daher auf Soja-Produkte oder sonstigen chemisch produzierten Firlefanz.

Zum heutigen Rezept: Ich hatte Lust auf etwas Warmes und Deftiges und dachte sofort an ein scharfes indisches Curry. Nachdem ich es aber nie wirklich geschafft habe ein schön cremiges oder jedenfalls sämigeres Curry hinzubekommen, habe ich diesmal einfach die Hälfte püriert und mir die Stärke der Kartoffel zunutze gemacht. Und tada! Ganz ohne Zugabe von Schlagobers oder ähnlichem ist ein wunderbar cremiges Curry entstanden. Im Nachhinein ist mir dann aufgefallen, dass es sogar vegan ist.

Man braucht:

  • 4 Frühlingszwiebel
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2-3 Kartoffeln
  • 1-2 Süßkartoffeln
  • 6-8 Karotten
  • 1 Packung passierte Tomaten
  • 1 Dose Kichererbsen
  • Gewürze (Garam Masala, Tandoori Masala, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer)

1

Zuerst habe ich Knoblauch, Zwiebel und Frühlingszwiebel klein geschnitten. Ich habe hier ungefähr 3 mittlere Knoblauchzehen, eine kleine Zwiebel und 3-4 Frühlingszwiebel verwendet.2

Die werden alle zusammen in Koksöl schön glasig angebraten.IMG_6334

Währenddessen schneide ich die Kartoffeln in kleine Stückchen, damit sie schneller durch sind.IMG_6338 Wenn alles schön angebraten ist, gieße ich es mit Wasser auf und kratze die verbrannten Teilchen vom Boden ab (passiert mir irgendwie immer, aber trägt zum Aroma bei).IMG_6347

Die Karotten werden auch ziemlich klein geschnitten.IMG_6358

Nachdem die Karotten und die passierten Tomaten reingekippt wurden, lasse ich es nochmal kurz aufkochen und schalte dann auf eine mittlere Stufe (bei mir 4 von 9).
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Jetzt kommen die Gewürze! Am Naschmarkt habe ich Tandoori Masala gefunden, dass ich in fast jedes Curry reinhaue und auf Gutes hoffe.IMG_6360

1-2 Esslöffel sollten genügen.IMG_6362

Garam Masala benutze ich häufig, wenn ich Ofengemüse mache. Auch hier genügen 1-2 Esslöffel.IMG_6368

Ordentlich Salz und Pfeffer und ein bisschen Cayennepfeffer für die Schärfe.IMG_6374

Während das jetzt alles gar kocht, schneide ich schonmal die Süßkartoffel.IMG_6379

Wenn alle Zutaten weichgekocht sind, püriere ich sie mit meinem Pürierstab. Dabei bin ich nicht so gründlich, aber ich möchte schon eine cremige Konsistenz. Ist es zu dick geworden, gebe ich ein bisschen Wasser dazu.

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Am Schluss habe ich dann noch die Süßkartoffel und abgetropfte Kichererbsen aus der Dose dazu gegeben. Das kann dann ruhig noch 20 Minuten auf kleiner Flamme (3 von 9) vor sich hin köcheln und gar werden.

Ich persönlich habe dann noch die grünen Enden der Frühlingszwiebel drüber gestreut und mit Reis serviert. Seit einigen Exkursen in die persische Küche, habe ich es mir angewöhnt rohe Zwiebeln und „Grünes“ wie die Frühlingszwiebel zu solchen „durchgekochten“ Eintöpfen zu essen. Im Iran werden Eintöpfe sehr sehr lange gekocht, damit das Fleisch ganz zart wird und schon fast auf der Zunge zergeht. An großen Festtagen wird dann sogar über Nacht am Herd geköchelt und da das Gemüse dann ganz zerkocht ist, werden die „healthy greens“ roh dazu gegessen. Find ich super und behalte ich mir bei 😉

Ich fand’s Leggoschmeggo!

Bis zum nächsten Mal, eure Sarah


Willst du mein Essen schon sehen bevor es auf dem Blog online kommt? Folge mir auf Instagram unter “@SarahsKochbuch”. Hast du ein Rezept von mir nachgekocht? Poste es auf Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #sarahskochbuch und verlinke mich.

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2 Gedanken zu “Das ultimative Curry und eine neue Herausforderung!

  1. Hey Sarah,

    finde es interessant, dass du eine Vegan-Challenge starten möchtest. Wie lange möchtest du das dann durchziehen? (Manche machen das ja nur eine Woche, andere einen Monat usw.)
    Ich bin vor etwas mehr als 1,5 Jahren auch vom Allesesser zum Veganer von heute auf morgen mutiert ;). Es gab da schon ein paar Sachen, an die ich mich erst gewöhnen musste. Doch so alles in allem fand ichs dann doch recht leicht auf Tierprodukte zu verzichten. Bin gespannt wie es dir da so gehen wird.
    Ich finde halt bei solchen Challenges, dass sich Veganismus nicht nur auf die Ernährung beschränkt. Von daher sollte man sich da auch mit den Hintergründen wie z.B. Tierhaltung, Umwelt, Gesundheit, was Fleischkonsum für den Menschen bedeutet usw. beschäftigen um ein wirkliches Resumee fällen zu können. Sonst probiert man nur einen Aspekt und lässt den anderen Teil außen vor. (Die Hintergründe – woher kommt das Essen? Was ist dafür nötig um diese Dinge zu produzieren? – sind auch Aspekte, die meiner Ansicht nach mit dem Thema Ernährung einhergehen.)

    Bin auf jeden Fall auf deine Challenge gespannt :).

    Lg Cordula

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    1. Hallo Cordula,
      ich hab die Challenge mal für einen Monat geplant, aber werde einige Rezepte sicher auch danach noch kochen. Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit veganer/fairer Mode und wollte jetzt eben auch mal das Essen ausprobieren.Ich finde es auch recht leicht auf Fleisch, Eier und Milch zu verzichten, aber Butter und Käse fehlen mir inzwischen sehr.

      Liebe Grüße,
      Sarah

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